Golddoublé: Was der Begriff bedeutet

Golddoublé ist eine Materialbezeichnung, die in Deutschland genormt ist — anders als die meisten Begriffe, die im Modeschmuck verwendet werden. Maßgeblich ist DIN 58682 „Goldauflagen für Schmuck; Begriffe, Kennzeichnung“. Diese Norm trennt sauber, was im Alltag ständig durcheinandergeht.

Ist Golddoublé dasselbe wie vergoldet?

Nein. Der Unterschied liegt nicht im Grad der Qualität, sondern in der Kategorie. Es sind zwei verschiedene Definitionen mit zwei verschiedenen Grenzwerten.

Bezeichnung Verfahren Gold-Feingehalt Kennzeichnung erlaubt
Golddoublé L mechanisch — gewalzt, unter Druck und Hitze verbunden mindestens 10 Tausendstel ja
Golddoublé P galvanisch oder chemisch mindestens 10 Tausendstel ja
Vergoldet galvanisch weniger als 3 Tausendstel nein

Der Buchstabe steht für das Verfahren: L für die mechanische Herstellung, P für die galvanische. Golddoublé darf gekennzeichnet werden, vergoldeter Schmuck nicht.

Wie viel Gold enthält Gold filled?

Unsere Stücke sind Golddoublé L — international als Gold filled bezeichnet. Ein Kern aus Messing wird mechanisch mit einer Schicht 14-Karat-Gold verbunden, aufgewalzt statt aufgetragen.

Der Goldanteil beträgt 50 Tausendstel, also 1/20 des Gesamtgewichts.

Zur Einordnung: Die DIN-Obergrenze für „vergoldet“ liegt bei unter 3 Tausendstel. Wir liegen beim mehr als Sechzehnfachen davon — und das Sechzehnfache ist keine Werbeaussage, sondern der Abstand zwischen zwei Definitionen.

In derselben Einheit gelesen: unter 3 Tausendstel bei vergoldet, 50 Tausendstel bei MAVEMO, 585 Tausendstel bei 585er Massivgold.

Warum das im Tragen einen Unterschied macht

Bei galvanischer Vergoldung wird Gold elektrochemisch auf dem Trägermetall abgeschieden. Die Schicht ist dünn genug, dass sie an Reibungsstellen — Verschluss, Kettenglieder, Armbandinnenseite — durchgehen kann. Darunter liegt das Basismetall, und das oxidiert.

Bei Golddoublé L wird das Gold unter Druck und Hitze mit dem Kern verschweißt. Die Schicht ist um Größenordnungen dicker und löst sich im normalen Gebrauch nicht ab. Deshalb geben wir 36 Monate Garantie auf die Goldschicht, zusätzlich zur gesetzlichen Gewährleistung.

Was Golddoublé nicht ist

Ist Golddoublé Massivgold?

Nein. 585er Gold besteht durchgehend zu 58,5 % aus Gold. Golddoublé hat einen Kern aus unedlem Metall mit einer mechanisch aufgewalzten Goldschicht. Der Preisunterschied ist entsprechend.

Ist Golddoublé wasserfest?

Für Schmuck existiert keine Norm, die diesen Begriff definiert — die einschlägigen Normen gelten für Uhren. Unsere Metallteile sind beständig gegenüber Alltagsfeuchtigkeit: Händewaschen, Regen, Schwitzen. Vor Schwimmen, Sauna und langem Duschen bitte ablegen. Natursteine und Süßwasserperlen gehören grundsätzlich trocken gehalten.

Darf die Karatangabe auf das Schmuckstück gestempelt werden?

Nein. Das Gesetz über den Feingehalt der Gold- und Silberwaren untersagt Feingehaltspunzen auf Waren mit unedlem Kern. Die Materialbezeichnung selbst darf gekennzeichnet werden, die Zahl nicht.

Woran erkenne ich Golddoublé beim Kauf?

An vier Dingen:

  • Eine Feingehaltsangabe mit Bezug. Seriös ist „Goldschicht aus 14 Karat Gold“. „14K Gold“ allein legt Massivgold nahe.
  • Eine Angabe zum Anteil. Wer 1/20 oder 50 Tausendstel nennt, hat etwas zu nennen. Wer nur „hochwertig vergoldet“ schreibt, meist nicht.
  • Das Verfahren. Gewalzt oder galvanisch — das ist der Unterschied zwischen den beiden DIN-Kategorien.
  • Eine Garantie auf die Goldschicht. Wer sie gibt, rechnet damit, dass sie hält.

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